⏳ 09.10.2023

Wie können wir KI nutzen, um die Gesundheit unserer Städte zu stärken?

Wenn du das hier liest, dann scheinst du Zugang zu einem Computer oder Smartphone zu haben. Und wenn du Zugang zu solch einem digitalen Luxus hast, dann lebst du wahrscheinlich nicht allzu weit von der modernen Zivilisation entfernt. Und wenn das so ist, dann hast du wahrscheinlich schon alles über die rasanten Fortschritte gehört, die gerade in der Welt der Technik stattfinden.

Ja, KI ist quasi das Hauptthema unserer heutigen Unterhaltung. 

Die Idee, dass sich KI parallel zu unserer Gesellschaft entwickelt, mag unheilvoll erscheinen, aber vergessen wir das mal kurz und stellen uns stattdessen folgende Frage: Wann genau wäre es für den Planeten echt besser, manche Angelegenheiten an die schlaue Maschine abzugeben? 

Wir sprechen mit Josephine Hintz, Doktorandin, die sich mit dem Einsatz von KI in Städten zur Bekämpfung des Klimawandels beschäftigt, über die vorteilhaften Einsatzmöglichkeiten von KI, die sehr gut für unsere Zukunft sein könnten. 

Hintz forscht gerade an Städten in ganz Europa und den Schritten, die unternommen werden, um Emissionen in Städten durch KI-bezogene Strategien zu reduzieren. Hintz erzählt uns, dass Städte aufgrund der überwältigenden Aktivität ein Minenfeld für Daten sein können. Die Frage ist, wie können wir diese Daten für Gutes nutzen? 

Interessanterweise verrät Hintz, dass ein Hauptgrund für unnötige Emissionen in Städten ineffiziente Heizsysteme sind, die für 30-50% des Energieverbrauchs der meisten Städte verantwortlich sind. Unter diesen Umständen könnten Algorithmen Gebäude wesentlich effizienter heizen und dabei viel weniger Abfall hinterlassen, während sie im tiefsten Winter immer noch die Wärme liefern, die wir alle brauchen. 

In Berlin, Hintz erzählt uns, könnte KI noch viel mehr eingesetzt werden. Das heißt aber nicht, dass nicht experimentiert wird. So wird beispielsweise daran geforscht, wie effizient Straßenbäume gegossen werden können und wie dabei viel mehr Wasser gespart werden kann. Die Forschung zeigt, dass viele der Bäume, unter denen wir jeden Tag in Berlin entlanglaufen, unter großem Stress stehen, besonders während der Sommerhitze. Das trauert die meisten von uns, die wir uns an der grünen Stadtlandschaft Berlins erfreuen und den Bäumen für ihre Existenz danken. Sie sind ein wichtiger Teil des städtischen Ökosystems und unseres Wohlbefindens. Glücklicherweise bietet KI eine Quelle der Hoffnung; ein potenzielles Mittel, mit dem wir unseren grünen Freunden helfen können. Darüber hinaus beginnt Berlin auch, KI für die Optimierung der Routenplanung von Müllwagen und Reinigungsfahrzeugen einzusetzen.

Da der KI-Bereich noch relativ neu ist, erklärt Hintz, dass Berlin Leute braucht, die große Datensätze und die aktuelle Realität von Städten verstehen. ‘Daten sind das neue Gold’, meint Hintz, aber wir brauchen Leute, die sie verstehen und analysieren und Lösungen für die dringendsten Herausforderungen finden können.  

Also, ihr fragt euch vielleicht, wenn KI so einen großen Einfluss auf die Stadtplanung haben kann und sie effizienter macht, warum setzen wir das nicht schneller und breiter um? 

Tja, die Antwort, ganz einfach gesagt, ist: Mangel an Mitteln.

Hintz weist darauf hin, dass die Stellen im öffentlichen Sektor weniger wettbewerbsintensiv sind als die im privaten Sektor. Städte erkennen jedoch langsam, wie wichtig Fachwissen in jedem Bereich und die Überschneidungen zwischen den Sektoren sind. Städte brauchen Brückenbauer, aber auch Datenanalysten und Leute, die das System der öffentlichen Verwaltung gleichzeitig verstehen, und das ist eine riesige Lücke, die viele Städte haben. 

Hintz ermutigt zukünftige Softwareentwickler, die sich dafür interessieren, Lösungen für die Nachhaltigkeit von Städten zu finden, die richtigen Fragen zu stellen: Wie können wir KI für das Gute einsetzen? Welche Experimente oder Hackathons werden mir helfen, diese Frage zu beantworten? Welche Anwendungsfälle bieten eine Gelegenheit, digitale Werkzeuge zu nutzen, um das urbane Leben viel besser zu gestalten? Hintze betont auch, dass man sich bewusst sein sollte, dass Technologie ein Werkzeug und keine Lösung an sich ist, und dass daher die Umsetzung bestimmter Verhaltensweisen und die Kommunikation mit äußerster Sorgfalt behandelt werden müssen. 

Unser Gespräch mit Hintz hat uns dazu inspiriert, die Städte, in denen wir leben, mit Staunen und Hoffnung zu betrachten; wir haben so viel geschaffen und haben noch so viel vor uns. Die Möglichkeiten, wie wir die Macht unserer technologischen Fortschritte nutzen können, um unsere Städte intelligenter zu machen, ist eine aufregende Aufgabe, die vor uns liegt.

Hast du Ideen? Wir würden uns freuen, sie zu hören! Schreib uns eine Nachricht oder markiere uns auf Instagram (@42berlin_), damit wir ins Gespräch kommen! 

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